Pressestimmen:

Die verlassene Fabrik

»...Nahezu impressionistische Klangstrukturen von assoziativer Stärke findet er. Für den Zuhörer wurde das Erlebnis an diesem Abend durch das Mitwirken von Corinna Harfouch noch verstärkt. Sie stand auf einem Podest im Hintergrund der Bühne und sprach mit wunderbar klarer Artikulation und intensivem Sprachduktus, verstärkt nur durch wenige Gesten, über die Instrumentalisten hinweg. Zeitweise wurde eine männliche Stimme als polyphoner Konterpart hinzugefügt. Im zweiten Teil gesellte sich noch in waghalsigen Koloraturen die Vokalise des Fasans hinzu. Frauke Aulbert hatte hier ihren zweiten, faszinierenden Auftritt.

Insgesamt war das ein Konzert von tiefer Wirkung. Das Publikum erkannte das Besondere des Abends und dankte mit herzlichem Applaus für den Einsatz des präzisen Dirigenten, der stark geforderten Solisten und des Ensembles. «

(08.07.2014 - Von Arndt Voß) -> Artikel auf der NMZ-Website


For Philip Guston

»...Großartig in feiner Klangkultur und subtilem Zusammenspiel, natürlich auch in spieltechnischer und geistiger Kondition meisterte das kreisörmig positionierte Solistentrio die schwebenden Klangvariationen und Farbmischungen, die komplexen rhythmischen Verschiebungen und Annäherungen, die repetitiven Patterns (Tonbausteine). Wie da konstant die Spannung hielt, sich immer neue imaginäre Musikvorhänge öffneten, Töne das ganz genau austarierte Gewicht bekamen,...«
(Wolfgang Pardey - Lübeckische Blätter)


Experimental

»In einem Mix aus Free Jazz, Minimal Music und abstrakten und konkreten Klängen ist der stilistische Rahmen der Kompositionen abgesteckt. Kaum merklich wuchsen daraus Improvisationen, die zu den Höhepunkten des Abends gerieten.«
(Dieter Kroll - LN)


Facetten

»...Die Pianistin Ninon Gloger die aus Mössingen stammt, der Schlagzeuger Jonathan Shapiro, der in Washingtons geboren wurde und der vielseitige Alexander Schubert aus Hamburg, der die Möglichkeiten digitaler und sensorgesteuerter Elektronik ebenso ästhetisch Schlüssig wie hochvirtuos einsetzt, dieses Trio hat mit bewundernswerter Kompetenz, mit Hingabe und Energie musiziert. Exklusiv. Spannungsstark. Mit Gefühl. Fasziniert von der Unendlichkeit des Klangs.
...Hochspannung ohne Ende. Auch dank des furiosen Schlagzeugsolos von Jonathann Shapiro und eine Ninon Gloger, die den teilpräparierten Flügel perfekt in Szene setzt. Starker Beifall für dieses außergewöhnliche Stück und seine klanglich stimulierende und dabei faszinierend musikalische Präsentation.«
(GEA - Hansdieter Werner)

»...Befreiung aus den Grenzen der Partitur fixierten neuen Musik brachte am Ende Schuberts "Buteau del sol". Hier sprengten die Musiker den Rahmen der Kunstmusik und überraschten die Zuhörer durch eine zwar im Zusammenspiel sensible, doch ansonsten wilde, markerschütternde, rhythmisch geprägte Kollektivimprovisation mit DJ aus elektroakustisch verfremdeten Schreien, Keuschen, Rauschen, Klirren, Zischen, Pfeifen, Scheppern, angetrieben durch die mit großer Geste vollführte Scratch-Manipulation von Schubert am Schallplattenspieler. Anerkennender Applaus...«
(Susanne Eckstein)

»...Das Ensemble Radar aus Lübeck schien ganz seinem Namen entsprechend auch die vertracktesten Figurationen auszuloten - und dies mit enormer spielerischer Fantasie und Konzentration. Jonathan Shapiros umfangreiche Schlagwerkapparaturen beeindruckten schon optisch. Er lieferte das strukturelle Element in Dieter Macks "Lalangan" von minimalistischen Xylophonfiguren bis zu explosionsartigen Eruptionen mit wuchtigen Beckenschlägen...«
(Hans-Peter Leitenberger)


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Gestaltung: Felix Kroll