Fr - 20:00 Uhr
05.06.20

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Akademie der KĂĽnste Hamburg
Klosterwall 23
20095 Hamburg


Musik im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit

Access Memory! bespielt die verschiedenen Räume des Konzertorts mit Installationen, Performances, Beiträgen im Konzertformat und Filmen. Dabei kreisen die Werke aus verschiedensten Perspektiven um die Faszination der revolutionären Wende, die das Speichern und Wiedergeben von Erinnerungen mit sich gebracht hat. Der Schlagzeuger wird zum scheinbaren Showmaster des Abends in einer Audio-Video-Maschinerie, die seine Aktionen aufzeichnet und virtuelle Realitäten und Geschichten schafft und historische Aufnahmen bedeutender Persönlichkeiten erwachen über Lautsprecher zum Leben, während die Pianistin bei Peter Ablinger Stimmaufzeichnung mit rhythmischer und intonatorischer Feinheit am Instrument nachzuzeichnen sucht. Der Film „Compression Sound Art“ von Johannes Kreidler führt vor, welche gewaltigen Mengen kulturellen Erbes auf unseren Festplatten allgegenwärtig verfügbar sind. Simon Steen-Andersen überträgt die Idee des Remixes ins Instrumentale, wenn er seine Werkserie „Next To Beside Besides“ so konzipiert, dass Einzelkompositionen sowohl solo, als auch in beliebiger synchronisierter Überlagerung gespielt werden können. Bei Sascha Lino Lemke entwickelt eine mit partitur-ähnlicher Präzision programmierte Software einen elektronischen Gegenpart.
Abschließend erklingt Steve Reichs „2x5“ in einem eigenen Arrangement für Drum Set, Klavier, E-Gitarre, Akkordeon, Bass-Gitarre und elektronisches Double-Quintett, in dem Reichs jahrelange Arbeit mit minimalem Material, mit Loops und Patterns zum Ausdruck kommt. Darüber hinaus erklingen vor, nach und in der Konzertpause Werke in Hörstationen, die sich mit der Reproduzierbarkeit vielfältig befassen.

Mit freundlicher UnterstĂĽtzung von: Possehl Stiftung

Sa - 20:00 Uhr
06.06.20

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Kulturwerft Gollan
EinsiedelstraĂźe 6
23554 LĂĽbeck

Da die Kapazitäten am Konzertort leider begrenzt sind, bieten wir dieses Konzert hier auch als Livestream an.
Dieser ist frei zugänglich – jedoch würden wir uns über einen freiwilligen Beitrag sehr freuen.


Klang, von einer Gemeinschaft erfahrener Musiker auf ihren geliebten Instrumenten produziert, bewegt sich durch einen echten Raum hin zu leibhaftig anwesenden Menschen. FĂĽr jeden einzigartig, erzeugt er dort fĂĽr Sekundenbruchteile und ĂĽber den Abend hinaus Poesie, Freude, Verwunderung: Lebendigkeit.
Wo wir uns vor kurzem noch mit einem scheinbar nie versiegenden Kulturangebot konfrontiert sahen, wird nun nach Wochen der Kargheit und virtuellen Überangebote plötzlich die zerbrechliche Kostbarkeit künstlerischer Arbeit deutlich - aber auch ihre Kraft, Vitalität und Schönheit.

In diesem aus Gründen des Hygiene-Abstandes auf maximal 50 Besucher beschränkten Konzert in der weiten Halle der Gollan-Werft widmet sich das RADAR Ensemble gemeinsam mit den Schauspielern Sigrid Dettlof und Ulli Hausmann vom Theater Combinale Fragen von Abbild und Wirklichkeit, Virtualität und Echtheit, Individuum und gesellschaftlichen Regeln, der Interaktion zwischen Künstlern untereinander sowie mit ihrem Publikum.

Sa - 20:00 Uhr
06.06.20

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Essigfabrik
Kanalstraße 26-28
23552 Lübeck
www.essigfabrik-luebeck.de


Musik im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit

Access Memory! bespielt die verschiedenen Räume des Konzertorts mit Installationen, Performances, Beiträgen im Konzertformat und Filmen. Dabei kreisen die Werke aus verschiedensten Perspektiven um die Faszination der revolutionären Wende, die das Speichern und Wiedergeben von Erinnerungen mit sich gebracht hat. Der Schlagzeuger wird zum scheinbaren Showmaster des Abends in einer Audio-Video-Maschinerie, die seine Aktionen aufzeichnet und virtuelle Realitäten und Geschichten schafft und historische Aufnahmen bedeutender Persönlichkeiten erwachen über Lautsprecher zum Leben, während die Pianistin bei Peter Ablinger Stimmaufzeichnung mit rhythmischer und intonatorischer Feinheit am Instrument nachzuzeichnen sucht. Der Film „Compression Sound Art“ von Johannes Kreidler führt vor, welche gewaltigen Mengen kulturellen Erbes auf unseren Festplatten allgegenwärtig verfügbar sind. Simon Steen-Andersen überträgt die Idee des Remixes ins Instrumentale, wenn er seine Werkserie „Next To Beside Besides“ so konzipiert, dass Einzelkompositionen sowohl solo, als auch in beliebiger synchronisierter Überlagerung gespielt werden können. Bei Sascha Lino Lemke entwickelt eine mit partitur-ähnlicher Präzision programmierte Software einen elektronischen Gegenpart.
Abschließend erklingt Steve Reichs „2x5“ in einem eigenen Arrangement für Drum Set, Klavier, E-Gitarre, Akkordeon, Bass-Gitarre und elektronisches Double-Quintett, in dem Reichs jahrelange Arbeit mit minimalem Material, mit Loops und Patterns zum Ausdruck kommt. Darüber hinaus erklingen vor, nach und in der Konzertpause Werke in Hörstationen, die sich mit der Reproduzierbarkeit vielfältig befassen.

Mit freundlicher UnterstĂĽtzung von: Possehl Stiftung

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Pressestimmen:

»...Nahezu impressionistische Klangstrukturen von assoziativer Stärke findet er. Für den Zuhörer wurde das Erlebnis an diesem Abend durch das Mitwirken von Corinna Harfouch noch verstärkt. Sie stand auf einem Podest im Hintergrund der Bühne und sprach mit wunderbar klarer Artikulation und intensivem Sprachduktus, verstärkt nur durch wenige Gesten, über die Instrumentalisten hinweg. Zeitweise wurde eine männliche Stimme als polyphoner Konterpart hinzugefügt. Im zweiten Teil gesellte sich noch in waghalsigen Koloraturen die Vokalise des Fasans hinzu. Frauke Aulbert hatte hier ihren zweiten, faszinierenden Auftritt.

Insgesamt war das ein Konzert von tiefer Wirkung. Das Publikum erkannte das Besondere des Abends und dankte mit herzlichem Applaus für den Einsatz des präzisen Dirigenten, der stark geforderten Solisten und des Ensembles. «

(08.07.2014 - Von Arndt Voß) -> Artikel auf der NMZ-Website