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Sa - 20:00 Uhr
22.02.20

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Essigfabrik
Kanalstraße 26-28
23552 Lübeck
www.essigfabrik-luebeck.de


Konzertinstallation mit Licht- und Projektionskunst (UrauffĂŒhrung)
Musik: Bnaya Halperin-Kaddari
ProjektionskĂŒnstlerin: Katrin Bethge


Der aus Israel stammende Bnaya Halperin-Kaddari arbeitet in den Grenzgebieten zwischen notierter und improvisierter, akustischer und elektronischer Musik und bezieht den Raum bewusst in seine Arbeiten mit ein. Dabei entstehen sehr spezielle aparte Klanglandschaften, die den freien Gestus des spontan Improvisierten mit gut konzipierten dramaturgischen VerlĂ€ufen verbinden. FĂŒr sein Projekt „Backwords Beams“ mit dem RADAR Ensemble konzipiert er eine abendfĂŒllende Konzertinstallation, die er dann gemeinsam mit den Musikern im Probenprozess erarbeitet.
Die „analoge“ Arbeit von Katrin Bethge mit Overhead-Projektoren und einem ĂŒber die Jahre erarbeiteten schier unerschöpflichen Repertoire an FlĂŒssigkeiten, Formen, Werkzeugen ermöglicht zum einen das improvisierende, spontane Reagieren auf die Musiker, zum anderen gerade auch das Bespielen von ungewöhnlichen RĂ€umen.

Sa - 20:00 Uhr
06.06.20

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Essigfabrik
Kanalstraße 26-28
23552 Lübeck
www.essigfabrik-luebeck.de


Musik im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit

Access Memory! bespielt die verschiedenen RĂ€ume des Konzertorts mit Installationen, Performances, BeitrĂ€gen im Konzertformat und Filmen. Dabei kreisen die Werke aus verschiedensten Perspektiven um die Faszination der revolutionĂ€ren Wende, die das Speichern und Wiedergeben von Erinnerungen mit sich gebracht hat. Der Schlagzeuger wird zum scheinbaren Showmaster des Abends in einer Audio-Video-Maschinerie, die seine Aktionen aufzeichnet und virtuelle RealitĂ€ten und Geschichten schafft und historische Aufnahmen bedeutender Persönlichkeiten erwachen ĂŒber Lautsprecher zum Leben, wĂ€hrend die Pianistin bei Peter Ablinger Stimmaufzeichnung mit rhythmischer und intonatorischer Feinheit am Instrument nachzuzeichnen sucht. Der Film „Compression Sound Art“ von Johannes Kreidler fĂŒhrt vor, welche gewaltigen Mengen kulturellen Erbes auf unseren Festplatten allgegenwĂ€rtig verfĂŒgbar sind. Simon Steen-Andersen ĂŒbertrĂ€gt die Idee des Remixes ins Instrumentale, wenn er seine Werkserie „Next To Beside Besides“ so konzipiert, dass Einzelkompositionen sowohl solo, als auch in beliebiger synchronisierter Überlagerung gespielt werden können. Bei Sascha Lino Lemke entwickelt eine mit partitur-Ă€hnlicher PrĂ€zision programmierte Software einen elektronischen Gegenpart.
Abschließend erklingt Steve Reichs „2x5“ in einem eigenen Arrangement fĂŒr Drum Set, Klavier, E-Gitarre, Akkordeon, Bass-Gitarre und elektronisches Double-Quintett, in dem Reichs jahrelange Arbeit mit minimalem Material, mit Loops und Patterns zum Ausdruck kommt. DarĂŒber hinaus erklingen vor, nach und in der Konzertpause Werke in Hörstationen, die sich mit der Reproduzierbarkeit vielfĂ€ltig befassen.

Mit freundlicher UnterstĂŒtzung von: Possehl Stiftung